Motion Graphics

Der Begriff „Motion Graphics“ dient zur Unterscheidung zwischen unbewegten (Print) und bewegten (Motion) Grafiken. Bei Motion Graphics handelt es sich um animierte Grafiken, die in den Film eingebunden werden. Sie nehmen Bezug auf einzelne Inhalte im Film, zum Beispiel zur vertiefenden Erläuterung des Gezeigten oder als zusätzliches visuelles Gestaltungselement, das die Filminhalte begleitet und als weitere Bildebene ergänzt.

„Motion Graphics“ werden nicht nur statisch auf das Bild gesetzt, sondern bewegen sich mit der Kamerabewegung mit, sie „heften“ sich sozusagen an ihre Bezugsquelle an und/oder bewegen sich eigenständig im Raum mit. Daraus entsteht eine ganz eigene Bildästhetik: Reale (Filmaufnahmen) und synthetische (Grafiken) Elemente im Bild korrelieren miteinander und vertiefen die inhaltliche Aussage.

Der Auftritt und die Bewegungen der Grafiken kann mit Audioelementen („Umblättern“, „Knistern“ oder ähnlichen Geräuschen und Soundeffekten) verstärkt werden.

Motion Graphics basieren üblicherweise auf Animationen, bei denen Bild für Bild (frame-by-frame) die Position des Grafikobjekts (x-, y- und z-Achse) seiner Umgebung angepasst wird. Solche Einzelbildanimationen waren lange Zeit sehr zeitaufwändig, doch intelligente Software ermöglicht es inzwischen  Animationsphasen zum Teil rechnerisch zu vervollständigen. Die Grafiksequenzen werden in der Postproduktion gemeinsam mit dem Filmmaterial auf eine Bildebene zusammengefügt.