Interviews und Statements

Werden in einen Unternehmensfilm Interviews oder Statements eingebunden, so können diese je nach Konzept unterschiedlich inszeniert sein. Grundsätzlich gibt es drei mögliche Varianten:

  • direkt in die Kamera gesprochen (unmittelbare Ansprache an die Zuschauer)
  • an der Kamera vorbei (an einen Interviewenden, den man nicht sieht)
  • aus dem OFF (das Statement ist nur zu hören, während der Protagonist bei einer anderen Tätigkeit zu sehen ist)

Je nach gewünschter Ansprache an die Zuschauer sollte man eines dieser drei Formate wählen. Für Laien ist meist eine Interviewsituation angenehmer. Profis nutzen den Teleprompter. Er spiegelt den vorgegebenen Text vor das Kameraobjektiv, so dass der Moderator den Text ablesen kann. Aber das braucht viel Übung und Erfahrung, damit der Eindruck des freien Sprechens entsteht. Im Gegensatz dazu hat ein Statement aus dem OFF den Vorteil, dass man die Tonaufnahmen separat von den Filmaufnahmen machen kann. Dies kann Zeit sparen und für die Protagonisten angenehmer sein, da sich kleine Fehler direkt korrigieren lassen. Zusätzlich entsteht später im Film durch das Statement aus dem OFF ein sehr realistischer und authentischer Eindruck.

Für Personen, die beruflich oft vor der Kamera stehen, allen voran Pressesprecher, aber auch Vorstände und Verantwortliche, gibt es spezielle Medientrainings. Dabei lernt man den Umgang vor und mit der Kamera, mit dem Kamerateam sowie das Verhalten (Gestik und Mimik) bis hin zu Entspannungsübungen. 

Auch ein Casting kann hilfreich sein, um Laien an das Thema heranzuführen. Dabei wird, meist mit kleinem Aufwand an Team und Technik, die Interviewsituation geprobt und der Laie mit der Situation vertraut gemacht.