Personen vor der Kamera

Je nach Konzept werden im Unternehmensfilm zum Beispiel Mitarbeiter, Komparsen, Kleindarsteller oder Schauspieler eingesetzt. Dabei sind vor allem das Persönlichkeitsrecht und das Recht am eigenen Bild zu beachten. Personen vor der Kamera müssen dafür ihr Einverständnis geben.

„Das Persönlichkeitsrecht ist ein Grundrecht, das dem Schutz der Persönlichkeit einer Person vor Eingriffen in ihren Lebens- und Freiheitsbereich dient. (…) Einzelne Bereiche des Persönlichkeitsrechts sind gesetzlich besonders geschützt, beispielsweise … das Recht am eigenen Bild (§§ 22 ff. KunstUrhG) oder das Urheberrecht (UrhG). Hierbei handelt es sich um besondere Persönlichkeitsrechte. Eine Verletzung dieser Schutzgesetze kann zu einem Anspruch auf Schadensersatz aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit dem jeweils verletzten Schutzgesetz führen.“ (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nlichkeitsrecht_%28Deutschland%29, 16.01.2017)

Stehen Personen vor der Kamera, die ein Entgelt erhalten, wie Komparsen, Kleindarsteller oder Schauspieler, werden Verträge verhandelt und geschlossen die zum Beispiel definieren, für welche Filmproduktion und welchen Zeitraum der Einsatz erfolgt oder wie hoch die Gage ist. Doch auch die Abtretung der Bildrechte wird auf diesem Wege geregelt.

Das Recht am eigenen Bild (siehe §22 KuG/Kunst-Urhebergesetz) bedeutet eigentlich, dass die Person vor der Kamera eine Einwilligung geben muß: „Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. (…)“ (Quelle: www.gesetze-im-internet.de/kunsturhg/__22.html, 12.01.2017)

„Freilich kann der Abgebildete nicht allein darüber bestimmen, was mit seinem Bildnis oder seinen Bildnissen geschieht. Das Recht am eigenen Bild des Abgebildeten findet seine Schranken dort, wo andere Grundrechte gleichberechtigt Platz beanspruchen können. Das kann zum Beispiel die Pressefreiheit sein oder die Kunstfreiheit.“ (Quelle: anwalt-im-netz.de/urheberrecht/recht-am-eigenen-bild.html, Stand 12.01.2017)