Filmstil: Reportage oder Imagefilm?

Der Stil eines Filmes ist ein grundlegendes Gestaltungselement und reicht von der Reportage bis zum Image- und Werbefilm. Die Reportage bildet Themen ab, unmittelbar und authentisch. In die Reportage können Interviews und Kommentare eingebettet sein. Sie begrenzt sich auf eine reine Erzählform, im Idealfall ohne zu werten. Entscheidend ist es, die wichtigen Bilder einzufangen, zum Beispiel die Enthüllung des neuen Markenlogos, das Richtfest, die Rede eines prominenten Gastes etc.

Dieser Stil verändert sich in Richtung Imagefilm, je mehr gestalterisch und inhaltlich eingegriffen wird. Es gibt ein Drehbuch, das die Umsetzung von Inhalten im Einzelnen festlegt. Die Szenen werden genau beschrieben und bei den Dreharbeiten bewusst inszeniert. Reagiert zum Beispiel die Kamera bei Reportagen spontan auf das Geschehen, so nimmt sie beim Imagefilm zunehmend Einfluss auf die Interpretation der Motive. Dazu zählt unter anderem auch die Auswahl der Kamera, der Objektive, aber auch die Lichtinszenierung und Kameraführung bis hin zum Einsatz eines Dollys oder einem Kran. Doch die beste Technik braucht letztendlich ein erfahrenes Team, das ideenreich und kreativ das Drehbuch umsetzt.

Das sieht man dem Film an. So gelingt es, Attribute wie Offenheit, Souveränität, Modernität zum Ausdruck zu bringen. Damit spiegelt er die Markenpositionierung des Unternehmens wider und differenziert den Auftraggeber deutlich vom Wettbewerb.