Q&A

Jana F., Redaktionsleiterin: Ich möchte meine Filme innerhalb einer Power-Point Präsentation vorführen; geht das und wenn ja, wie?

Redaktion: Ja das geht. Wichtig dabei sind zwei Kriterien. Einmal, sollte der Film im korrekten Dateiformat vorliegen. Wir empfehlen für die PPT-Einbindung das windowseigene Format .wmv (gewöhnlich funktionieren auch .avi und .mpeg).  Außerdem müssen die sogenannten codecs für das jeweilige Format auf ihrem Rechner installiert sein. Diese finden Sie im Internet zum gratis Download (Suchbegriff „windows video codec“). Wenn diese Grundbedingungen erfüllt sind müssen Sie nur noch in Power-Point unter dem Reiter „Einfügen“ die Schaltfläche „Video“ und dann „Video aus Datei…“ klicken. In der sich öffnenden Maske suchen Sie ihr Video und klicken dann auf „Einfügen“. Jetzt erscheint ihr Video innerhalb der PPT.

ACHTUNG: Manche Codec-Pakete laufen ab und müssen nach einer gewissen Zeit neu heruntergeladen werden. Versichern Sie sich vor dem Präsentieren, ob ihre Codecs noch aktuell sind, indem Sie die Präsentation öffnen und ausprobieren, ob ihr Video läuft.

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Sascha B., Interne Kommunikation: Benötige ich eine Einverständniserklärung von allen Personen, die man im Film sehen kann?

Redaktion: Ja. Das Recht am eigenen Bild, besagt, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst darüber bestimmen darf, ob überhaupt und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden (vgl. Gesetzestext zum Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie (KUG), §§ 22 – 24). Im Normalfall wird also eine Schriftliche Einverständniserklärung der im Film sichtbaren Personen benötigt.

Ausnahme: Wenn der Filmemacher allerdings auf öffentlichen Plätzen filmt und bei der Aufnahme eines bestimmten Motives Personen zufällig ins Bild geraten, gelten diese Personen als unwesentliches „Beiwerk“ und müssen nicht explizit gefragt werden (siehe § 23 Abs. 1 Nr. 2 KUG). Ebenso dürfen Aufnahmen von Personen, die als Menschenmenge auf einer Versammlung oder Veranstaltung erscheinen, ohne Zustimmung veröffentlicht werden (siehe § 23 Abs. 1 Nr. 3 KUG). Aber Vorsicht: Einzelbilder von Personen aus der Menge fallen nicht unter diese Abbildungsfreiheit!

(Für weitere Erläuterungen: Personen vor der Kamera)

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Hannah S., Webdesignerin: Muss ich für die Musik in meiner Filmproduktion GEMA-Gebühren zahlen?

Redaktion: Das kommt darauf an. Grundsätzlich muss jedes verwendete Musikstück der GEMA gemeldet werden. Dabei wird zwischen GEMA-freie und GEMA-pflichtige Musik unterschieden. Für GEMA-freie Musik sind keine Gebühren zu entrichten, allerdings ist die Auswahl logischerweise begrenzter und wer z.B. einen berühmten Popsong für seinen Film möchte, muss davon ausgehen, dass dieser GEMA-pflichtig ist.

(Für weitere Erläuterungen: GEMA)

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Paul-Georg R., Geschäftsführer: Wie viel muss die Seite des Auftraggebers zur Filmproduktion beitragen, beziehungsweise wie viel Arbeit kommt auf uns zu?

Redaktion: In erster Linie ist die Filmproduktion natürlich unsere Aufgabe. Da wir aber einen Film produzieren möchten, der alle Ihre Wünsche erfüllt sind Absprachen und Abnahmen von höchster Wichtigkeit. Hier gilt: Eine gute Kommunikation sorgt für ein höchstmögliches Maß an Effizienz und Effektivität.

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Cedric W., Leiter Design: Wir haben mit Hilfe eines externen Dienstleisters einen Film produzieren lassen, bei wem liegen nun die Rechte für diesen Film?

Redaktion: Das Endprodukt unserer Zusammenarbeit, d.h. der fertige Film, gehört rechtmäßig Ihnen, dem Auftraggeber. Sie erhalten von uns die uneingeschränkten Nutzungs- und Verbreitungsrechte, inklusive aller Online Kanäle, wie zum Beispiel YouTube. Diese Rechtsfragen werden außerdem vor jeder Produktion mit Ihnen abgeklärt.

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Karin K., Projektleiterin: Wir brauchen sehr kurzfristig einen professionellen Film. Wie lange dauert die Produktion?

Redaktion: Das ist pauschal sehr schwer zu beantworten. Hier kommt es auf die ‚Rezeptur‘ des Films an. Eine Filmproduktion setzt sich aus den Phasen Konzeption, Dreh und Postproduktion zusammen. Je nachdem wie aufwendig, wie lang und wie hochwertig das Endprodukt sein soll, variiert die Zeitspanne zwischen einem Monat bis hin zu drei Monaten. Eine große Rolle spielt auch die Kommunikation mit dem Kunden, welcher für die Zwischenabnahmen und Freigaben verantwortlich ist.

Natürlich erstellen wir für jede Produktion einen individuellen Zeitplan, so dass der Kunde weiß, wie lange es dauern wird, bis er seinen fertigen Film einsetzen kann.

Für uns gilt aber auf alle Fälle: Die Qualität eines Films darf nie unter dem Zeitdruck leiden.

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Lasse K., Sales Management: Arbeiten Sie nur für Firmen im Großraum Mainz?

Redaktion: Nein. Wir sind nicht nur in ganz Deutschland tätig, sondern auch im Europäischen Ausland. Außerdem sprechen wir fließend Deutsch, Englisch und Französisch und unterstützen gerne ihre internationalen Filmprojekte.

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Heike W., Public Relations: Wir haben im Archiv noch viel Filmmaterial, das in einer aktuellen Produktion verwendet werden soll. Die neuen Aufnahmen wurden jedoch in 16:9 gedreht. Ist es überhaupt möglich, die alten 4:3-Bilder mit dem neuen Material zu verbinden?

Redaktion: Prinzipiell ist es möglich, 4:3-Bilder auch im 16:9-Format zu verwenden. Bedenken Sie jedoch, dass Sie mit einem Qualitätsverlust Ihres Archivmaterials oder Ihres Gesamtfilms rechnen müssen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten ältere Aufnahmen an das breitere 16:9-Seitenverhältnis anzupassen: Häufig werden die 4:3-Bilder vergrößert und am oberen und unteren Rand beschnitten, wodurch das Format zwar angeglichen wird, jedoch auch viele Bildinformationen verloren gehen. Eine zweite Alternative ist der Einsatz von schwarzen Balken. Der Bildschirm ist in diesem Fall nicht komplett ausgefüllt, da das 4:3-Bild links und rechts schwarz gerahmt ist. Die ursprünglichen Bildinformationen bleiben jedoch ebenso wie das korrekte Seitenverhältnis erhalten. In Einzelfällen kann die dritte Möglichkeit die beste Lösung für Sie sein: Die alten Aufnahmen können auch als Bild im neuen 16:9-Bild gezeigt werden (vergleichbar mit dem Split Screen Verfahren). Anstatt das 4:3-Material mit Qualitätsverlust im Gesamtfilm zu integrieren, wird es bei dieser Methode offensiv und eigenständig in Szene gesetzt. Die Gestaltung eines passenden Rahmens für ihr 4:3-Bild kann den visuellen Eindruck zusätzlich verstärken.

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Bernd B., Produktmanager Maschinenbau: Kann man aus vorhandenen CAD-Daten einer unserer Maschinen eine 3D-Animation erstellen?

Redaktion: Grundsätzlich können CAD-Daten als Basis für 3D-Animationen genutzt werden. Es ist meist notwendig, die komplexe Datenmenge zu „vereinfachen“ und auf die für die Animation wichtigen Daten zu reduzieren. Das erfolgt in enger Abstimmung mit Ihren Ingenieuren und Konstrukteuren und den 3D-Designern der Filmproduktion.

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Hans-Günther F., Vertriebsleiter Dienstleistungsunternehmen: Wir haben noch Filmmaterial, das nicht in HD gedreht wurde. Wenn wir nun neue Aufnahmen machen lassen, können diese HD-Aufnahmen mit dem vorhandenen Material aus unserem Archiv zusammengeschnitten werden?

Redaktion: Technisch ist das möglich, ja. Sie sollten jedoch berücksichtigen, dass die unterschiedlichen Auflösungen von bisherigem SD-Standard und dem heutigen HD-Standard im Zusammenschnitt zu erkennen sein werden. Soll der Gesamtfilm später ausgespielt werden, müssten die Archivsequenzen nachträglich auf die höhere Auflösung hochgerechnet (hochskaliert) werden. Das Material wird dadurch qualitativ jedoch nicht besser. Das bedeutet, es wird immer ein Qualitätsunterschied sichtbar sein. Bedenken Sie auch, dass das, was im Film zu sehen ist, wie Autos, Gebäude und Menschen und deren Bekleidung aus der Mode kommen und man so dem Film den Archivcharakter ansieht.

Anders verhält es sich, wenn Sie die Firmengeschichte abbilden möchten. Dann ist der „historische Touch“ ein bewusst gewähltes Stilelement im Film.

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Celin A., Controlling: Wir sind von der KSK angeschrieben worden, dass wir für die kreativen Leistungen für  unseren Imagefilm Sozialabgaben leisten müssen.

Redaktion: Das ist grundsätzlich richtig. (siehe auch im Kapitel Rechte & Co.) Ist allerdings die von Ihnen beauftragte Filmproduktion eine juristische Person, wie zum Beispiel eine GmbH oder AG so ist der Auftraggeber nicht abgabepflichtig. „ … Nicht abgabepflichtig sind dagegen Zahlungen an juristische Personen wie z. B. eine GmbH. In diesen Fällen unterliegen allerdings die von der GmbH an selbständige Künstler gezahlten Entgelte der Abgabepflicht. …“ (Quelle:www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/unternehmer/faqfuerunternehmenundverwerter.php, 07.07.2011)

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Dr. Gerd H., New Business Development: Unser neues Firmengebäude wird im Herbst eingeweiht und wir möchten in diesem Zusammenhang einen Imagefilm produzieren. Was passiert, wenn es regnet und die Aufnahmen des Gebäudes verschoben werden müssen?

Redaktion: Wenn Aufnahmen verschoben werden können Zusatzkosten anfallen, je nachdem wie kurzfristig die Absage erfolgt. Der Deutsche Wetterdienst bietet Wettervorhersagen an. Um ganz sicher zu gehen können auch Wetterversicherungen abgeschlossen werden. Die Filmproduktion sollte den Bedarf einschätzen und Ihnen Empfehlungen geben. (siehe auch Kapitel Rechte & Co.)

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Robert S., Marketing: Ihre Seite hat uns sehr weitergeholfen bei der Planung zu einem Imagefilm über unser Unternehmen. Es treten jedoch jeden Tag neue Fragen auf. Beraten Sie auch direkt oder geben Sie Workshops?

Redaktion: Ja, wir bieten auch Workshops, Vorträge und Beratungen an. Unsere Redaktion aus Publizisten,  Pädagogen, Psychologen, Medienberatern und Filmexperten unterstützt Sie gerne vor Ort bei der Planung und Umsetzung von Filmproduktionen. Wir informieren Ihre Mitarbeiter über die Notwendigkeiten und Möglichkeiten im Bereich Bewegtbild, wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam das passende Filmkonzept oder leiten Sie mit Rat und Tat während des Produktionsprozesses an.